Zehnte Lesung: Protestieren gegen Vietnam?

„Fang an, Gesine.“ Gesine Cresspahl hat Streit mit ihren inneren Stimmen, die von ihr mehr Protest gegen den Vietnam-Krieg verlangen – ein Protest, den sie an ihre Tochter Marie ausgelagert hat, die Ärger in der Schule bekommt, wenn sie pazifistische Abzeichen trägt. Auch Marie schleppt in dieser Woche ein Problem mit sich herum.  Innere Stimmen… Zehnte Lesung: Protestieren gegen Vietnam? weiterlesen

Elfte Lesung: Ein Kanzler mit NS-Vergangenheit

In New York trifft Gesine Cresspahl auf Uwe Johnson, in Jerichow ihr Vater Heinrich auf die missbilligende Frau des Pastors, in Rande wird ein Mann namens Voss von Nazis erschlagen. Über die Entgrenzung von Gewalt und die Unfähigkeit eines Schriftstellers, Kiesinger und dessen Regierungssprecher, Freund aus dem NS-Außenministerium, zu erklären.  „Gesine Cresspahl geniert sich für… Elfte Lesung: Ein Kanzler mit NS-Vergangenheit weiterlesen

Zwölfte Lesung: Gegenwärtige und vergangene Menschen

Die Zufallsbekanntschaft, der bindungswillige Partner, ein alter Freund. Marie Cresspahl beobachtet, wie ihre Mutter Beziehungen pflegt.  Die Zufallsbekanntschaft (5. November 1967) Zu den New Yorker Bekanntschaften der Damen Cresspahl gehört auch eine Schülerin, die sie auf einer Busfahrt kennengelernt haben. Gesine Cresspahl hat sie „Marjorie“ getauft. Einem elfengleichen Wesen diesen Namen zu verpassen, weil man… Zwölfte Lesung: Gegenwärtige und vergangene Menschen weiterlesen

13. Lesung: Das Vergangene ist nicht tot

„Ich mag nicht was nun folgt“, sagt Marie zur Taufgeschichte ihrer Mutter und bittet sie: „Kannst Du es nicht ändern?“ Dialogisch entspinnt sich nicht nur die Bewertung des vergangenen Geschehens in Jerichow, auch muss Gesine Cresspahl mit ihrer Mutter in dieser Woche ein Gespräch führen.  „Jetzt halten wir die jährliche Rede auf deinen Tod.“ (12.… 13. Lesung: Das Vergangene ist nicht tot weiterlesen

14. Lesung: Ein Parlament schafft sich ab

In Richmond beobachtet Heinrich Cresspahl, wie aus Deutschland innerhalb weniger Wochen eine Diktatur wird. Seine Frau Lisbeth schreibt ihm aus Jerichow nicht die Wahrheit über Gewalt und Boykotte gegen Juden. Seine Tochter und seine Enkelin wandeln Jahre später auf seinen Spuren in Richmond. Eine Geschichtsstunde. Das Deutsche Reich 1933, von Richmond aus betrachtet (24. November… 14. Lesung: Ein Parlament schafft sich ab weiterlesen

15. Lesung: Napalm und ein Brief aus der DDR

Die Dow Company verteidigt an der New York University den Einsatz vom Napalm, und das Russell-Tribunal befindet die Vereinigten Staaten des Völkermordes für schuldig. Gesine bekommt Post aus ihrer Vergangenheit, spricht der Tochter Erinnerungen aufs Band, und die findet sich in der New Yorker U-Bahn trotz Fahrplanwechsels bestens zurecht.  Napalm-Diskussionen und das Russell-Tribunal (28. November… 15. Lesung: Napalm und ein Brief aus der DDR weiterlesen

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16. Lesung: Fremd bin ich eingezogen

Als Fremder lässt sich Heinrich Cresspahl Ende 1933 im mecklenburgischen Jerichow nieder, argwöhnisch beobachtet von der Dorfgemeinschaft. Die dichtet dem Kunsttischler und „Engländer“ alles Mögliche an, und so erzählt Uwe Johnsons Roman „Jahrestage“ auch vom Nährboden der Denunziation im „Dritten Reich“. „In Jerichow hieß es“ (5. Dezember 1967) Unmittelbar nach seiner Ankunft in Jerichow macht… 16. Lesung: Fremd bin ich eingezogen weiterlesen

17. Lesung: Geglückte Republikflucht

Mit dem gefälschten Pass eines belgischen Juden ist einem jungen Ostdeutschen die Flucht aus der DDR geglückt. Gesine Cresspahl hat den Pass in New York besorgt, ihre Freundin Anita Gantlik die Flucht organisiert. Uwe Johnson führte 1964 für ein Buchprojekt Interviews mit Fluchthelfern, seine Erkenntnisse verarbeitete er auch in „Jahrestage“. Der Junge, „den ihr aus… 17. Lesung: Geglückte Republikflucht weiterlesen

18. Lesung: Weihnachten und Chanukka in New York

Marie hat die amerikanischen Weihnachtsbräuche bei den Cresspahls eingeführt. Feiern würde sie gern auch das Chanukkafest mit ihren Freundinnen. Zu Beginn des zweiten Bandes der „Jahrestage“ verbindet Wasser die Gegenwart New Yorks mit der Vergangenheit Jerichows. Dort hat man sich 1936 in der NS-Diktatur eingerichtet, der Bau eines geheimen Flugplatzes für die Luftwaffe verschafft nicht… 18. Lesung: Weihnachten und Chanukka in New York weiterlesen

19. Lesung: Die lauernde Dorfgemeinschaft

Für die „Jahrestage“ hat Uwe Johnson eine spezielle Erzählform geschaffen. Ein Kollektiv aus Jerichower Bürger*innen berichtet, durchaus widersprüchlich, über Neuankömmlinge wie Albert Papenbrock und Heinrich Cresspahl. Das Sprechen über einen, der nicht dazugehört, stellt Gemeinschaft her. So erfahren wir vom Inflationsgewinner Albert Papenbrock, aber nicht vom Selbstmordversuch Lisbeth Cresspahls Weihnachten 1936. Den vertuscht der Arzt.… 19. Lesung: Die lauernde Dorfgemeinschaft weiterlesen