20. Lesung: Facetten des Antisemitismus

1937 überlegen Cresspahl, Kollmorgen und von Rammin, wie sie Arthur Semig und seiner Frau Dora die Emigration schmackhaft machen können. Albert Papenbrock, der Immobilienhai von Jerichow, will den Tierarzt lieber seinem Schicksal überlassen. 1967 ruft der amerikanische Dichter LeRoi Jones zum Plündern von „Hebräerläden“ auf. Zum Antisemitismus in Gesine Cresspahls Vergangenheit und Gegenwart. Arthur Semig… 20. Lesung: Facetten des Antisemitismus weiterlesen

21. Lesung: Ein Fehler ihrer Eitelkeit

In New York steht Annie Fleury mit ihren drei Kindern vor der Tür, sie hat ihren Mann vorerst verlassen. In Jerichow muss Lisbeth Cresspahl vor Gericht aussagen und versteht nicht, dass nationalsozialistische Justiz kein Recht im religiösen Sinn sprechen wird. Und Marie fällt ein vorläufiges Urteil über ihre mecklenburgische Verwandtschaft.  „Verheiratet leben, du kennst es… 21. Lesung: Ein Fehler ihrer Eitelkeit weiterlesen

22. Lesung: Vaters Tochter

Berlin war 1931 ein guter Ort zum Leben, das erzählt Maries neuer Kinderarzt, der polnische Jude Dr. Rydz. Jerichow ist das im Jahr 1937 nicht mehr, und so will auch Richter Wegerecht dem Tierarzt Semig einen Wink geben, das Land zu verlassen. Für Gesine Cresspahl ist dieses Jahr noch mit einem ganz anderen Trauma verbunden.… 22. Lesung: Vaters Tochter weiterlesen

23. Lesung: Krach im Weißen Haus

Eartha Kitt sagt im Weißen Haus ihre Meinung und bringt so angeblich Lady Bird Johnson fast zum Weinen. In Jerichow wird Pfarrer Brüshaver bei seinen Predigten von der Gestapo bespitzelt. Arthur und Dora Semig verlassen Deutschland. Von Freiheit, Meinung und Meinungsfreiheit.  Eartha Kitt verweigert die bella figura (18.-20., 22., 23. und 25. Januar 1968) Im Januar 1968… 23. Lesung: Krach im Weißen Haus weiterlesen

24. Lesung: Formen der Gewalt

Entgegen seiner Würde als Postbeamter muss Berthold Knewer die Briefe jener Jerichower öffnen, die auf der „Fangliste“ stehen. Die Semigs sind noch gerade rechtzeitig vor dem „Anschluss“ Österreichs nach Prag geflohen. In New York sinnt Marie über das Erinnern nach, die New York Times veröffentlicht an diesem Tag das ikonische Foto „Der Schuss von Saigon“.… 24. Lesung: Formen der Gewalt weiterlesen

25. Lesung: „Damit du nicht raten musst“

Ein Leichenschmaus wird zum heimlichen Treffen der Sozialdemokraten in Lübeck, Lisbeth Cresspahls Verhalten wird zunehmend erratischer und bedrohlicher, und in New York trifft Gesine Cresspahl Vorkehrungen dafür, der Tochter nicht unverständlich zu bleiben.  Eine hergeliehene Beerdigung in Lübeck (4. Februar 1968) Heinrich Cresspahl fährt im Oktober 1938 auf Einladung Erwin Plaths allein zur Beerdigung jener… 25. Lesung: „Damit du nicht raten musst“ weiterlesen

26. Lesung: Von Demütigung, Gewalt und Beschämung

Die Novemberpogrome in Gneez und Jerichow bedeuten Zerstörung, Demütigung und den Mord an einem kleinen Mädchen, für den es keine Rechenschaft geben wird. In New York gestaltet die Macht der Scham Francines Aufenthalt bei den Cresspahls für sie fast unerträglich, im vietnamesischen Huế finden Geflüchtete keine Sicherheit, während die Tet-Offensive tobt.  Pogrome in Gneez und Jerichow… 26. Lesung: Von Demütigung, Gewalt und Beschämung weiterlesen

27. Lesung: „Ihre Frau ist jetzt gestorben“

Am 10. November 1938 kommt Lisbeth Cresspahl unter nicht ganz geklärten Umständen bei einem Brand ums Leben, Kriminalkommissar Vick wie Pastor Brüshaver versuchen, sich diesen Tod zu eigen zu machen, Heinrich Cresspahl versucht, seinen Hergang zu verstehen. Um die kleine Tochter weiß in dieser Ausnahmesituation sich keiner recht zu kümmern, fast dreißig Jahre später liegt… 27. Lesung: „Ihre Frau ist jetzt gestorben“ weiterlesen

28. Lesung: Ein Spion in Jerichow

Wie kann man die Vergangenheit erzählen, wenn die Erinnerung nur schemenhaft ist, man Episoden nicht kennt und das Wahrscheinliche annehmen muss? Marie und Gesine Cresspahl ergründen, wie Heinrich Cresspahl zum englischen Spion wurde. Aggie Brüshaver verlässt Jerichow, der neue Pfarrer ist ein lupenreiner Nationalsozialist. Dänemark, vielleicht (26. und 27. Februar) Nach der Beerdigung seiner Frau… 28. Lesung: Ein Spion in Jerichow weiterlesen

29. Lesung: Wer ist Gesine Cresspahl?

„Aus dem Leben von Gesine Cresspahl“ lautet der Untertitel der „Jahrestage“. Aus vielen Perspektiven, dem dialogischen wie vielstimmigen Erzählen, das die Hauptfigur gemeinsam mit dem Genossen Schriftsteller und der Hilfe Dritter betreibt, aus ihren Lektürevorlieben und der Sicht auf die Welt, zum Beispiel die Slums der Upper Westside, setzt sich Stück für Stück das Bild… 29. Lesung: Wer ist Gesine Cresspahl? weiterlesen