40. Lesung: Die Aneignung von Orten

Marie und Gesine Cresspahl erobern sich den Riverside Park vor ihrer Haustür „durch Benutzung und durch Erforschung“ und machen sich so ein Stück New York zu eigen. In Jerichow versucht Marie Abs ihr Leben auch für ihren Sohn Jakob neu zu ordnen, dabei immer auf der Suche nach ihrem verschollenen Ehemann. Vom Aneignen von Orten.… 40. Lesung: Die Aneignung von Orten weiterlesen

41. Lesung: „Wenn Jerichow zum Westen gekommen wäre“

Am 29. Mai 1968 betreibt Uwe Johnson What-if-history, nicht in großem Rahmen wie Philipp K. Dick oder Richard Harris in ihren Romanen, es geht vielmehr um den möglichen Zustand Jerichows in der Gegenwart, wäre es wie die Gebiete um Ratzeburg „zum Westen“ gekommen. Die zwölfjährige Gesine, die um den inhaftierten Vater bangt, möchte den diesbezüglichen… 41. Lesung: „Wenn Jerichow zum Westen gekommen wäre“ weiterlesen

42. Lesung: Chronistin eines Attentats

Am 5. Juni 1968 kommt Marie Cresspahl nicht pünktlich nach Hause. In der Nacht hatte der Palästinenser Sirhan Sirhan ein Attentat auf den Präsidentschaftskandidaten Robert F. Kennedy verübt und ihn lebensgefährlich verletzt. Marie ist nicht zur Schule gegangen, hat in der Stadt nach Zeitungen gesucht und sich den Fernseher geliehen, den die Mutter ihr bisher… 42. Lesung: Chronistin eines Attentats weiterlesen

43. Lesung: Auslassungen

Gesine Cresspahl ist mit ihrer Familiengeschichte im Jahr 1947 angelangt und kommt nicht weiter. Sie kann ihren Vater nicht aus der russischen Haft entlassen, denn die war viel schlimmer als der Tochter bisher offenbart. Was nicht erzählt wird. „– Was hast Du mir noch verschwiegen?“ (9. und 12. Juni 1968) Unter den vielen Interviewmethoden der… 43. Lesung: Auslassungen weiterlesen

44. Lesung: Ein viel zu junger Landrat

Marie verlangt von jemandem zu hören, dem der Sozialismus „Spaß macht“, und so berichtet ihre Mutter vom Gneezer Landrat Gerd Schumann, 1946 mit 23 in Amt und Würden gekommen. Das erzählt sie (und Uwe Johnson) aber nicht irgendwie, sondern mit der Methode des einfühlenden Nacherlebens des Historismus. Über das forschende Verstehen.  „– Gesine, nun zeig… 44. Lesung: Ein viel zu junger Landrat weiterlesen

45. Lesung: Die liberale Fassade der Mrs. Carpenter

Ginny Carpenter ist Gesines Nachbarin am Riverside Drive. Die dritte Ehefrau von Linus L. Carpenter III. (ein Schelm, wer Böses dabei denkt) und Stiefmutter von Maries Freundin Marcia führt das Leben einer Upper-East-Side-Ehefrau auf der falschen Seite des Central Park. Dass der „Schriftsteller“ sie erst auftauchen lässt, als ihre liberal-tolerante Fassade vor lauter Rissen kaum… 45. Lesung: Die liberale Fassade der Mrs. Carpenter weiterlesen

46. Lesung: Von den Prüfungen der Gesine Cresspahl

Als Gesine Cresspahl vierzehn Jahre alt geworden ist, kann sie ihrer Ziehmutter Marie Abs zwar den Konfirmationsunterricht, nicht aber den Tanzunterricht ausreden. Um ihrem Vater berichten zu können, damit er gewiss wiederkommt, führt die Jugendliche nun Tagebuch. Nicht nur die Tanzstunden machen ihr das Leben schwer, auch ihr Onkel Robert, als er eines Tages einfach… 46. Lesung: Von den Prüfungen der Gesine Cresspahl weiterlesen

47. Lesung: Die Rückkehr des Vaters

Erst im Mai 1948 wird Heinrich Cresspahl aus der Haft entlassen. Seiner inzwischen fünfzehnjährigen Tochter Gesine mag er nicht gleich gegenübertreten, denn er hat sie fast drei Jahre lang nicht gesehen. Und so geht er zunächst auf den Hof von Johnny Schlegel: um sich zu waschen, neu einzukleiden, das Gefängnis abzuwaschen. Doch Johnny Schlegel lässt… 47. Lesung: Die Rückkehr des Vaters weiterlesen

48. Lesung: Irrungen, Wirrungen

In der neuen Schule entzweit sich die inzwischen fünfzehnjährige Gesine Cresspahl zusehends mit ihrer Freundin Lise Wollenberg. Dafür findet sie in Pius Pagenkopf einen Freund, mit dem sie durch dick und dünn gehen kann. Von Irrungen und Wirrungen der Oberschulzeit. Vom Beginn und Vergehen einer Freundschaft (15. und 18. Juli 1968) Im Sommer 1948 wechselt… 48. Lesung: Irrungen, Wirrungen weiterlesen

49. Lesung: „Auftritt Anita“

Gleich an ihrem Geburtstag schreibt Marie auf ihrem neuen geprägten Briefpapier einen „Bedankmichbrief“ an Anita Gantlik. Der Jugendfreundin ihrer Mutter vertraut sie all die Veränderungen an, die mit deren bevorstehender Heirat mit D. E. auf sie zukommen werden. Über „die rote Anita“, mit der sich Jerichow-Erzählung und New Yorker Gegenwart immer weiter annähern. „Bedankmichbrief“ an… 49. Lesung: „Auftritt Anita“ weiterlesen